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PRP bei Haarausfall: Wie die Eigenbluttherapie wirkt

Updated: January 27, 2026

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Haarausfall kann das Selbstbewusstsein beeinträchtigen und macht die Suche nach wirksamen, individuellen Lösungen oft kompliziert. Für viele Menschen ist die Vorstellung, dass der eigene Körper helfen kann, besonders reizvoll. PRP-Behandlungen nutzen körpereigene Wachstumsfaktoren, die gezielt in die Kopfhaut injiziert werden, um Haarfollikel zu stimulieren und das Haarwachstum auf natürliche Weise zu fördern. Wer neue Wege für gesünderes und dichteres Haar sucht, findet in dieser Methode spannende Möglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Erkenntnisse

PunktDetails
PRP-BehandlungPRP nutzt plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut zur Stimulation der Haarfollikel und fördert deren Regeneration.
EignungDie frühzeitige Anwendung von PRP ist entscheidend, da die Behandlung am effektivsten ist, wenn noch aktive Haarfollikel vorhanden sind.
KombinationsmöglichkeitenPRP kann effektiv mit Medikamenten wie Minoxidil und Finasterid kombiniert werden, um die Ergebnisse zu verbessern.
KostenüberblickDie Kosten für PRP-Behandlungen liegen zwischen 2000 und 5000 Euro pro Jahr, da häufig mehrere Sitzungen benötigt werden.

Was ist PRP beim Haarausfall genau?

PRP steht für Platelet-Rich Plasma, auf Deutsch: plättchenreiches Plasma. Dahinter verbirgt sich eine regenerative Behandlungsmethode, die direkt aus Ihrem eigenen Blut gewonnen wird. Der Prozess ist relativ simpel: Ein Arzt entnimmt Ihnen eine kleine Blutmenge, zentrifugiert diese und trennt damit die Blutplättchen (Thrombozyten) vom restlichen Blut. Das Resultat ist ein hochkonzentriertes Plasma, das Sie später in die Kopfhaut injiziert bekommen.

Was macht PRP so interessant für Haarwuchs? Die Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren, die natürlicherweise in Ihrem Körper vorhanden sind. Diese Faktoren sollen die Haarfollikel stimulieren und deren natürliche Funktionen wiederherstellen. Stellen Sie sich vor: Ihre Haarfollikel sind wie schlafende Pflanzen, und diese Wachstumsfaktoren sollen sie wieder "aufwecken".

Bei androgenetischer Alopezie, der häufigsten Form von Haarausfall, spielen spezielle hormonelle und genetische Faktoren eine Rolle. Konzentrierte Blutplättchen wirken hier besonders interessant, da sie den Miniaturisierungsprozess der Haarfollikel möglicherweise umkehren können. Das bedeutet: Follikel, die bereits geschrumpft sind, sollen wieder wachsen und normale Haare produzieren.

Wichtig zu verstehen ist, dass PRP nicht einfach Blut ist. Die Zentrifugation konzentriert die wertvollen Bestandteile und entfernt alles Unnötige. Nur dieses hochkonzentrierte Plasma gelangt in Ihre Kopfhaut, nicht das vollständige Blut. Die Qualität dieser Konzentration entscheidet stark über den Erfolg der Behandlung.

Anders als manche denken, handelt es sich hier nicht um eine Chemikalie, die von außen hinzugefügt wird. PRP nutzt Ihre eigenen biologischen Ressourcen. Das ist auch der Grund, warum Allergien oder Abstoßungsreaktionen praktisch ausgeschlossen sind. Ihr Körper akzeptiert seine eigenen Komponenten.

Die Infografik bietet einen anschaulichen Überblick über die PRP-Therapie und erläutert Schritt für Schritt den Behandlungsablauf.

Pro-Tipp: Fragen Sie Ihren Behandler nach der exakten Plättchenkonzentration, die verwendet wird, da diese direkt mit dem Erfolg der Therapie korreliert und zwischen verschiedenen Kliniken erheblich variieren kann.

So funktioniert die PRP-Behandlung für Haare

Die PRP-Behandlung folgt einem strukturierten Ablauf, der in mehreren Schritten durchgeführt wird. Zunächst entnimmt der Arzt Ihnen eine kleine Blutmenge, ähnlich wie bei einer normalen Blutuntersuchung. Diese Blutprobe wird direkt in eine spezielle Zentrifuge gegeben, die das Blut aufteilt. Das Ziel: Die wertvollen Blutplättchen vom Rest trennen.

Die Zentrifugation ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Blut wird mit hoher Geschwindigkeit gedreht, wodurch sich die verschiedenen Blutbestandteile nach Dichte anordnen. Oben sammelt sich das plättchenreiche Plasma, das Ihr behandelnder Arzt dann vorsichtig absaugt. Dieser Prozess konzentriert die Wachstumsfaktoren um ein Vielfaches.

Das konzentrierte PRP wird nun direkt in Ihre Kopfhaut injiziert. Der Arzt verteilt die Injektionen strategisch an den Stellen, wo Haarausfall auftritt. Sie spüren leichte Nadelstiche, aber die meisten Patienten berichten, dass das Unbehagen gering ausfällt. Die Regeneration von Haarfollikeln beginnt durch die freigesetzten Wachstumsfaktoren.

PRP-Behandlung gezielt am Haaransatz

Eine einzelne Sitzung genügt nicht. Die Behandlung erfolgt typischerweise in mehreren Durchgängen, wobei zwischen den Sitzungen etwa vier Wochen liegen. Nach den ersten drei bis vier Behandlungen folgen Erhaltungssitzungen in größeren Abständen. Dieser Rhythmus ermöglicht es, die Effekte zu verstärken und langfristig zu sichern.

Was genau passiert nach der Injektion? Die Blutplättchen beginnen sofort, Wachstumsfaktoren freizusetzen, die beschädigte Haarfollikel reactivieren. Dies stimuliert die Zellregeneration, verstärkt die Kollagenproduktion und verlängert die Wachstumsphase Ihrer Haare. Der Prozess ist biologisch und natürlich – Ihr eigener Körper macht die Arbeit.

Pro-Tipp: Planen Sie die Behandlungsserien langfristig ein und dokumentieren Sie mit regelmäßigen Fotos von derselben Position Ihre Fortschritte, da die Verbesserungen graduell erfolgen und nach etwa drei bis sechs Monaten deutlich sichtbar werden.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche PRP-Haarbehandlung zusammen:

ErfolgsfaktorBeschreibungEinfluss auf Ergebnis
PlättchenkonzentrationHohe Dichte im injizierten PlasmaSteigert Regeneration deutlich
FollikelaktivitätNoch vorhandene, aktive FollikelUnverzichtbar für Haarneuwuchs
BehandlungsintervallMehrere Sitzungen (4 Wochen Abstand)Verstärkt und verlängert Effekt
Allgemeiner GesundheitszustandGute Wundheilung und stabile ErkrankungenErhöht Erfolgswahrscheinlichkeit

Wer ist für PRP-Therapien geeignet?

Nicht jeder mit Haarausfall profitiert gleich gut von PRP-Behandlungen. Die Eignung hängt von verschiedenen persönlichen Faktoren ab, die Ihr Arzt sorgfältig bewerten muss. Das Wichtigste: Je früher Sie handeln, desto besser. PRP wirkt am effektivsten, wenn noch ausreichend aktive Haarfollikel vorhanden sind.

Menschen mit genetisch bedingtem Haarausfall oder leichter bis mittlerer Ausdünnung sind ideale Kandidaten für PRP. Wenn Sie bemerkt haben, dass Ihre Haare dünner werden, aber noch nicht vollständig kahl sind, ist dies der richtige Zeitpunkt. Frühe Intervention bei genetisch bedingtem Haarausfall führt zu besseren Ergebnissen als das Warten, bis größere kahle Stellen entstanden sind.

Alter spielt eine Rolle, aber nicht so drastisch, wie viele denken. Sowohl junge Menschen in ihren Zwanzigern als auch Menschen über 60 können von PRP profitieren. Was zählt, ist der Gesundheitszustand und die Bereitschaft, mehrere Behandlungen durchzuführen. Patienten mit stabilen Erkrankungen und guter Wundheilung haben tendenziell bessere Aussichten.

Hormone beeinflussen auch Ihre Eignung. Frauen mit hormonellen Schwankungen oder Männer mit androgenetischer Alopezie sollten dies mit ihrem Arzt besprechen. Die individuelle Betrachtung ist entscheidend. Was bei einer Person funktioniert, kann bei einer anderen Person andere Ergebnisse bringen.

Ein wichtiger Ausschlussfaktor: Wenn Ihre Haarfollikel bereits komplett zerstört sind und Sie völlig kahl sind, kann PRP allein nicht helfen. Die Follikel müssen noch existieren, damit die Wachstumsfaktoren darauf einwirken können. In solchen Fällen sind Haartransplantationen die bessere Option.

Blutgerinnungsstörungen oder bestimmte Medikamente können die Behandlung ausschließen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt über alle Erkrankungen und Medikamente, die Sie nehmen. Eine gründliche medizinische Bewertung ist notwendig, um sicherzustellen, dass PRP sicher für Sie ist.

Pro-Tipp: Bringen Sie zu Ihrer Beratung alte Fotos Ihrer Haare mit, um dem Arzt das Muster und die Geschwindigkeit Ihres Haarausfalls zu zeigen, denn dies hilft bei der genauen Einschätzung Ihrer Eignung und der Prognose für den Behandlungserfolg.

Risiken, Nebenwirkungen und Kosten der PRP-Behandlung

PRP gilt als eine relativ sichere Behandlung, aber wie jede medizinische Intervention hat sie potenzielle Nebenwirkungen. Die gute Nachricht: Ernsthafte Komplikationen sind selten. Die meisten Patienten erleben nur milde Beschwerden, die schnell abklingen.

Bei den Nebenwirkungen handelt es sich hauptsächlich um lokale Reaktionen an der Injektionsstelle. Schmerzen oder Druckgefühl direkt nach der Behandlung sind normal und klingen innerhalb weniger Stunden ab. Juckreiz auf der Kopfhaut tritt gelegentlich auf und ist ebenfalls vorübergehend. Einige Patienten berichten von leichtem, temporärem Haarausfall einige Wochen nach der Behandlung, ein Phänomen namens telogenes Effluvium.

Dies mag beängstigend klingen, aber es ist eigentlich ein positives Zeichen: Alte Haare werden ausgestoßen, um Platz für neues Wachstum zu schaffen. Sehr selten können Lymphadenopathie oder andere Verletzungen durch die Injektionen auftreten, doch die Nebenwirkungen sind gering und deutlich milder als bei vielen medikamentösen Alternativen.

Die Kosten sind ein wichtiger praktischer Faktor. PRP-Behandlungen werden normalerweise nicht von Krankenkassen übernommen, da es sich um kosmetische Verfahren handelt. Eine einzelne Sitzung kostet typischerweise zwischen 500 und 1000 Euro. Da Sie mehrere Sitzungen benötigen (üblicherweise drei bis vier zu Beginn), können die Gesamtkosten schnell zwischen 1500 und 4000 Euro liegen.

Planen Sie auch Erhaltungssitzungen ein. Diese erfolgen seltener als die Initialbehandlungen, kosten aber ähnlich viel pro Sitzung. Über ein Jahr gerechnet, können sich die Ausgaben auf 2000 bis 5000 Euro summieren. Vergleichen Sie die Preise verschiedener Kliniken, da es große Unterschiede geben kann.

Beachten Sie, dass unterschiedliche Behandlungsstandards existieren. Nicht alle Kliniken arbeiten nach denselben Protokollen, was sich auf Preis und Qualität auswirkt. Teurere Behandlungen bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse, aber sehr günstige Angebote sollten Sie skeptisch machen.

Pro-Tipp: Fragen Sie die Klinik nach einem detaillierten Kostenplan für die gesamte Behandlungsserie inklusive Erhaltungssitzungen im ersten Jahr und erkundigen Sie sich, ob Zahlungspläne angeboten werden, um die finanzielle Belastung zu verteilen.

Alternativen und Kombinationen zur PRP-Therapie

PRP ist nicht die einzige Option für Haarausfall, und für viele Menschen ist sie auch nicht ausreichend als Monotherapie. Die gute Nachricht: Es gibt bewährte Alternativen und noch bessere Kombinationen, die synergistische Effekte erzeugen.

Die klassischen medikamentösen Optionen sind Minoxidil und Finasterid. Minoxidil ist eine topische Lösung, die Sie direkt auf die Kopfhaut auftragen und die Durchblutung der Haarfollikel verbessert. Finasterid ist ein orales Medikament, das die Umwandlung von Testosteron in DHT blockiert, den Hauptfaktor bei androgenetischer Alopezie. Beide haben Jahrzehnte klinischer Evidenz und sind kostengünstiger als PRP.

Wirklich spannend wird es bei Kombinationstherapien. PRP lässt sich effektiv mit Minoxidil und Finasterid kombinieren, um einen synergistischen Effekt zu erzielen. Während die Medikamente auf zellulärer Ebene arbeiten, aktivieren die Wachstumsfaktoren aus PRP die Haarfollikel direkt. Das Ergebnis: Bessere und schnellere Resultate als mit einer einzelnen Therapie.

Eine weitere interessante Kombination ist PRP mit physikalischen Therapien wie gepulster elektromagnetischer Therapie. Diese neuere Methode stimuliert Zellregeneration auf nicht invasive Weise. Zusammen mit PRP können solche Kombinationen den Haarwuchs deutlich ankurbeln.

Haartransplantationen sind eine andere Option, besonders wenn der Haarausfall bereits weit fortgeschritten ist. PRP kann vor oder nach einer Transplantation eingesetzt werden, um die Follikelregeneration und das Anwachsen der transplantierten Haare zu unterstützen. Dies ist eine sehr effektive Kombination für umfangreiche Lösungen.

Alternative ästhetische Behandlungen wie Mesotherapie existieren ebenfalls. Diese injiziert Nährstoffe und Vitamine direkt in die Kopfhaut. Allein ist sie weniger wirksam als PRP, aber kombiniert mit PRP-Behandlungen kann sie zusätzliche Ergebnisse bringen.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen PRP und klassischen Medikamenten gegen Haarausfall:

KriteriumPRP-TherapieMinoxidil/Finasterid
WirkmechanismusAktiviert Haarfollikel biologischHemmt Hormone/verbessert Durchblutung
AllergierisikoSehr gering (autolog)Möglich (chemisch induziert)
Dauer bis Wirkung3-6 Monate2-4 Monate
Kosten pro Jahr2000–5000 Euro50–300 Euro
KombinationsmöglichkeitSehr gut mit anderen MethodenOft mit PRP oder Haartransplantation

Die beste Strategie

Die Wahl hängt von der Schwere Ihres Haarausfalls, Ihrem Budget und Ihren persönlichen Zielen ab. Früher Haarausfall? Starten Sie mit Minoxidil und Finasterid. Keine Verbesserung? Addieren Sie PRP hinzu. Fortgeschrittener Ausfall? Kombination oder Haartransplantation mit PRP-Unterstützung.

Pro-Tipp: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt einen personalisierten Behandlungsplan, der mehrere Therapien kombiniert, denn Studien zeigen, dass Kombinationsansätze 30 bis 50 Prozent bessere Ergebnisse liefern als Monotherapien.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist PRP und wie funktioniert es bei Haarausfall?

PRP steht für plättchenreiches Plasma, das aus Ihrem eigenen Blut gewonnen wird. Nach der Entnahme und Zentrifugation wird das konzentrierte Plasma in die Kopfhaut injiziert, um die Haarfollikel durch Wachstumsfaktoren zu stimulieren.

Wer ist für die PRP-Therapie geeignet?

Ideal geeignet sind Personen mit genetisch bedingtem Haarausfall oder leichten bis mittleren Ausdünnungsformen. Es ist wichtig, dass noch ausreichend aktive Haarfollikel vorhanden sind.

Welche Nebenwirkungen können bei der PRP-Behandlung auftreten?

Die meisten Patienten erleben nur milde Beschwerden wie Druckgefühl oder Juckreiz an den Injektionsstellen. Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Ein temporärer Haarausfall kann manchmal vorkommen, ist aber oft ein Zeichen für neues Wachstum.

Wie viele Behandlungen sind erforderlich, um Ergebnisse zu sehen?

Typischerweise sind mehrere Sitzungen erforderlich, mit einem Abstand von etwa vier Wochen zwischen den Behandlungen. Die ersten Ergebnisse können nach drei bis sechs Monaten sichtbar werden.

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